Das Innere eines Weinkellers, wo eine Frau den Wein misst, bevor sie ihn in ein Gefäss schüttet. Die Weinkeller, wo der Wein verkauft wurde, wurden in Stätten der gesellschaftlichen Begegnung umgewandelt, bis sie schliesslich zu den jetztigen traditionellen Restaurants Mallorcas wurden.
| DIE WEINREBEN UND DIE WEINHERSTELLUNG | |
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Der Weinanbau wurde wahrscheinlich auf Mallorca bei der römischen Eroberung im Jahr 123 v.C. eingeführt. In der islamischen Epoche (von 903 bis 1229) ist sein Anbau dokumentiert, auch wenn er vermutliche keine bedeutende Entwicklung erlebt hat, da von der Rebe kein Wein hergestellt wurde. Dagegen waren die Rosinen ein wichtiger Bestandteil der arabischen Diät. Mit der katalanischen Eroberung im Jahr 1229 nahm die Verbreitung der
Weinrebe gewaltig zu. Die Weinberge kamen mit dem Zweck auf, Wein zu produzieren.
Wahrscheinlich hat sich die neue, von den Eroberern vorrausgesagte landwirtschafliche
Orientierung grösstenteils auf diese Kulturpflanze zusammen mit dem
Olivenbaum gestützt. Die Weinrebe entwickelte sich zu einer Monokultur
mit kolonialem Charakter, zumindest gab es ernsthafte Versuche, dies zu
erreichen. Infolgedessen war die Kulturpflanze fast überall in den
Regionen Mallorcas verbreitet. In den meisten Häusern gab es einen
Weinkeller, selbst in kleinen und einfachen Häusern. Im 15. Jahrhundert
griff eine Plage die Weinberge Mallorcas an und verursachte einen grossen
Rückgang, sodass diese Kulturpflanze aus vielen Gegenden verschwand.
Im 20. Jahrhundert erholte sich der Weinbau, besonders in Felanitx. Dank der Gründung der enologischen Station, die wissenschaftlichere Anbautechniken verbreitete. Die Produktion war während des 20. Jahrhunderts bis in die Achziger Jahre mehr oder weniger konstant. Zu diesem Zeitpunkt geriet der Weinbau in eine schwere Krise, verursacht durch den allgemeinen Niedergang der Landwirtschaft auf Mallorca, genauer gesagt durch die mangelnde Rentabilität und die grosse Konkurrenz auf diesem Sektor. Andere Nachteile sind eine exzessive Parzellierung und eine zu hohe Zahl an Weinreben pro Hektar, die die Mechanisierung erschweren. Ausserdem verursachten die Hilfen von der Europäischen Union zur Aufgabe dieser Kultur die Zerstörung von ca. 1000 Hektar zwischen den Jahren 1985 und 1996. Gegenwärtig erholt sich der Anbau der Weinrebe, dank der Herstellung von Qualitätsweinen, die mit beschränkten Produktionsmengen und einer starken , durch den Tourismus begünstigten inländischen Nachfrage gute Preise auf den Märkten erzielen. Als regulierende Faktoren der Weinqualität gibt es auf Mallorca zwei Herkunftsbezeichnungen; Die Herkunftsbezeichnung Binissalem und die von "Pla i Llevant de Mallorca". |
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